Bei Husten helfen diese Hausmittel

Hustenbonbons (Dieter Schütz, pixelio)
Hustenbonbons (Dieter Schütz, pixelio)

Luftbefeuchtung in nicht so warmen Zimmern hilft bei trockenem Husten. Sicher kennen Sie das von Ihren Kindern: Es wird ein feuchtes Tuch in den Raum gehängt, welches z. B. vorher in Kamillentee getränkt wurde. Den gleichen Effekt erzielen sie mit Luftbefeuchtungen und Verdunstungsschalen. Nehmen Sie dazu wenige Tropfen ätherischer Öle, wie z. B. Eukalyptus-Öl, löst sich der Schleim.

Heiße Bäder als Hausmittel bei Husten

Viele Menschen baden auch heiß, wenn sich ein Husten anbahnt. Es gibt dazu im Handel Erkältungsbäder. Statt dessen können Sie auch dem Badewasser Fichtennadel-Öl, Thymol (Öl von Thymian) oder Menthol-Öl zugeben. Die Badetemperatur liegt leicht über der Körpertemperatur und überwärmt Sie, so dass Ihre Abwehrkräfte angekurbelt werden. Knapp 40 °C kann die Wassertemperatur getrost betragen, allerdings nur dann, wenn Sie kein Fieber haben. Meist werden Sie sich dann sowieso zu schlapp für ein Wannenbad fühlen.

Tees, Bonbons und Hustensaft

Fencheltee oder Tee mit Salbei lindert die Beschwerden beim Husten und beruhigt die Schleimhäute. Sie können aber auch, wenn Sie Tee nicht so mögen, Bonbons lutschen. Den gleichen Effekt erreichen Sie auch mit Eukalyptusbonbons. Im Handel gibt es zuckerfreie Süßigkeiten, damit Ihre Zähne keinen Schaden davontragen.

Im Gegensatz zu sonstigen Süßigkeiten sind diese Kräuterbonbons wie Arzneimittel zu behandeln und Sie sollten nicht zu viele auf einmal davon essen. Sonst kann es zu Durchfall kommen. Außerdem sollten diese Bonbons – anders als Fruchtbonbons – gelutscht und nicht zerbissen werden. Neuesten Erkenntnissen zufolge werden durch das Zerbeißen die Zähne zwar weniger angegriffen, allerdings würde bei den Hustenbonbons die Wirkung dadurch zunichte gemacht, da sich der schleimlösende Inhaltsstoff erst im Hals entfalten muss.

Schmecken fürchterlich, wirken super: Selbst gemachte Hustensäfte aus Zwiebeln oder Rettich. Zwiebel wird in Ringe geschnitten und gewürfelt. Dann geben Sie Kandiszucker hinzu und übergießen alles mit heißem Wasser. Zunächst müssen Sie das Gemisch einen Tag ziehen lassen, dann können Sie täglich einen Löffel gegen den Husten nehmen. Zwiebelsaft riecht wie „Schweißfußsocken“, aber davon sollten Sie sich nicht abschrecken lassen. Was eklig schmeckt und riecht, wirkt Wunder.

Schwarzen Rettich höhlern Sie aus und legen Kandiszucker hinein. Der Zucker zieht den Rettichsaft, von dem Sie gegen den Husten täglich einen Löffel zu sich nehmen sollten.

Achtung – Angina – gefürchtete Mandelentzündung

Wenn die Mandeln entzündet sind, kommt es zu einer äußerst schmerzhaften Angina. Diese kann im fortgeschrittenen Stadium sich auch zur eitrigen Angina ausweiten und ist dann lebensgefährlich! Es kann zu einer Hirnhautentzündung kommen, weshalb hier ein Arztbesuch unbedingt erforderlich ist.

Umso angenehmer ist die „Medizin“ bei einer Angina. Ärzte „verordnen“ hier nämlich Speiseeis, damit der brennende Hals gekühlt wird. Pfefferminz kühlt zwar auch, ist aber zu scharf und würde die Schleimhäute reizen.

 

Autorin: Heike Stopp

 

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