Falithrom

Wer Falithrom einnehmen muss, weiß, dass es auf eine sehr genaue Einhaltung der Dosierung ankommt. Das Medikament zählt zu den so genannten Antikoagulantien und wird beispielsweise häufig bei Schlaganfall, Thrombose oder Vorhofflimmern (Herz) verordnet. Ziel ist die Blutverdünnung, damit sich keine Thromben bilden, welche schlimmstenfalls ins Hirn (Schlaganfall) oder in die Lunge (Lungenembolie) wandern können. Beides kann im schlimmsten Falle tödlich enden!

Falithrom wird aber auch nach Operationen vorübergehend gegeben, um zu verhindern, dass sich eine Beinvenenthrombose oder eine Embolie bildet. Es kann nicht von jetzt auf gleich abgesetzt werden, sondern muss langsam nach ärztlichem Rat abgesetzt werden. Wer das Medikament verordnet bekommt, erhält einen Falithrom-Pass. Hier wird regelmäßig der Quick-Wert überprüft, das ist der Gerinnungswert des Blutes. Entsprechend wird die Falithromdosierung angepasst, bis der Wert im normalen Rahmen liegt.

Falithrom Nebenwirkungen

Bekanntermaßen ist das Medikament – so hilfreich es ist – jedoch nicht frei von Nebenwirkungen.
Der Inhaltsstoff Phenprocoumon kann zu Nebenwirkungen führen, wobei diese entsprechend der Darreichungsform verschieden sein können. Tablette oder Spritze können demnach verschiedene Nebenwirkungen haben.

Gelegentlich können Blutungen in der Umgebung von Bauchspeicheldrüse und Nebenniere auftreten. Auch Blutungen in der Region des Rückenmarks oder des Gehirns, der Netzhaut sowie im Herzbeutel können selten entstehen. Wenn sich die Großzehen verfärben und brennende Schmerzen auftreten, kann ebenso der Inhaltsstoff im Falithrom Schuld sein.

Weitere seltene Nebenwirkungen sind Einblutung im Bereich von Magen, Darm, besonders in die Darmwand sowie im Bereich des Bauch- und Brustfells. Es können Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Hautausschlag, Nesselsucht (Urticaria), Durchfall, Juckreiz oder Entzündungen der Haut auftreten. Vereinzelt wurde diffuser Haarausfall beobachtet. Selbst Blutungen der Muskeln und Gelenke können durch Phenprocoumon ausgelöst werden.

Sehr selten kommt es zu einer Bauchfellblutung, welche eine Funktionsstörung des Oberschenkelnervs nach sich zieht. Selten sind zum Glück auch Schäden am Lebergewebe bis hin zum Leberversagen (Leberverpflanzung dringend nötig oder Todesfolge). Ebenso ungewöhnlich ist das Auftreten schwerer Hautschäden, einer sogenannten Purpura fulminans, die zum Tod führen kann, eine irreversible, dauerhafte Behinderung und allergische Hautreaktion – Achtung: Allergischer Schock!

Wer Falithrom über viele Monate einnimmt, der muss bei entsprechender Neigung mit einer Osteoporose oder zumindest mit einer Massenverminderung der Knochen rechnen.

Ganz wichtig ist daher, dass die Dosierung vom Arzt ganz exakt den persönlichen Bedürfnissen und Voraussetzungen angepasst wird. Zwischen Unter- und Überdosierung besteht hier oft nur ein schmaler Grat.

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