Magen-Darm-Grippe erkennen

Von der Grippe, die mit Kopfschmerz, Gliederschmerzen und Erkältungszeichen einher geht, muss die Magen-Darm-Grippe abgegerenzt werden. Sie zeigt noch weitere Symptome zusätzlich zur normalen Grippe, wie Übelkeit oder Durchfall. Diese Krankheit ist ziemlich ansteckend und verbreitet sich rasch. Wussten Sie, dass die Magen-Darm-Grippe an sich gar nichts mit der echten Influenza gemeinsam hat?

Zwar wird die Erkrankung des Verdauungstrakts als Magen-Darm-Grippe bezeichnet, sie hat aber mit dem Grippe Virus Influenza Typ A und B nichts gemeinsam. Daher wird dieses Krankheitsbild von den Medizinern auch als sogenannter Gastroenteritis bezeichnet. Diese Erkrankung wird durch eine Entzündung im Magen-Darm-Trakt verursacht und ebenso ist eine Beteiligung von Viren möglich und häufig. Der Rota Virus, die Noro Viren sowie die Corona Viren sind hierbei die bekanntesten Vertreter.

Virus (Aka_pixelio.de)
Virus (Aka_pixelio.de)

Zudem können aber auch bakterielle Infektionen oft eine Ursache einer Magen-Darm-Grippe sein. Hier spielen vor allem Salmonellen, Cholera-Bakterien, Yersinien oder auch Campylobacter eine große Rolle. Ebenso kann es sein, dass bei einer Strahlentherapie, bei einer Chemotherapie sowie bei Behandlungen mit einem Breitbandantibiotikum diese Symptome ausgelöst werden können.

Sollte sich jedoch herausstellen, dass eine Magen-Darm-Grippe chronisch wird, so sollte man überprüfen, ob mögliche Nahrungsmittelallergien wie beispielsweise eine Lactoseunverträglichkeit, ausgeschlossen werden können. Zudem können auch organische Veränderungen, wie eine Fehlfunktion der Galle, ein Magengeschwür, ein Zwerchfellbruch oder auch psychische Ursachen von großer Bedeutung sein. Daher sollte man bei einer Magen-Darm-Grippe, die länger andauert, eine gezielte Diagnose erstellen lassen. Mit einer Stuhlprobe kann man einen entsprechenden Nachweis von Erregern erhalten. Danach wird vom Arzt die weitere Vorgehensweise der Behandlung mit dem Patienten besprochen.

Die Therapie bei einer temporären Magen-Darm-Grippe zählt darauf ab, wie man die vorhandenen Symptome am schnellsten lindern kann. Diese haben zudem die Eigenart, von oben nach unten durch den gesamten vorhandenen Verdauungstrakt zu wandern. Am Anfang der Krankheit lindern schmerzstillende Mittel den Magen und bei der weiteren Behandlung werden Mittel für die Krämpfe im Darm und für den Durchfall für Abhilfe sorgen. Jedoch ist auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sehr wichtig, wobei hierfür auch sogenannte Rehydrationslösungen zum Einsatz gebracht werden können.

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