Was ist unter Osteopathie zu verstehen?

Die Medizin greift auf eine Vielzahl von alternativen Behandlungsmethoden zurück. Eine davon stellt die Osteopathie dar. Eine solche medizinische Behandlung wird mit den Händen durchgeführt, wie auch zum Beispiel eine Massage. Auf den Einsatz von Medikamenten oder Apparaten wird gänzlich verzichtet.

Ziel der Osteopathie

Das Ziel der alternativen Heilmethode besteht darin, Blockaden zu lösen und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Obwohl osteopathische Behandlungsmethoden nicht zu dem regulären Leistungskatalog zählen, nutzen viele Versicherte dieses alternative Verfahren als Ergänzung zur Schulmedizin. Unter bestimmten Voraussetzungen können die Kosten für eine Behandlung sogar von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden.

Osteopathie (pixabay, CCL)
Osteopathie (pixabay, CCL)

Wann werden die Kosten von der GKV übernommen?

Als Ergänzung der herkömmlichen Schulmedizin werden osteopathische Behandlungsmethoden unter folgenden Bedingungen erstattet:

Ein Arzt, welcher von der Kasse zugelassen ist, muss eine entsprechende Behandlungsform verordnen.

Doctor (pixabay, CCL)
Doctor (pixabay, CCL)

Dazu muss der Versicherte eine formlose ärztliche Bestätigung bei der Krankenkasse einreichen. Die notwendige Bescheinigung entfällt lediglich, wenn der gleiche Arzt die osteopathische Behandlung ausführt.

Die Durchführung der Behandlung muss durch einen Arzt, welcher die Zusatzqualifikation in Osteopathie besitzt, oder von einem Therapeuten mit etwaiger Ausbildung erfolgen.

Insgesamt übernehmen die Kassen unter den genannten Voraussetzungen drei Behandlungen pro Person. Diie Anzahl bezieht sich dabei auf das Kalenderjahr. Pro Behandlung können 80 %, allerdings maximal 40 € von den Kassen zurückbezahlt werden.

Den passenden osteopathischen Therapeuten finden

Die die Ausbildung zum osteopathischen Therapeuten deutschlandweit noch nicht gesetzlich geregelt ist und der Beruf somit noch nicht geschützt ist, kann sich die Suche nach einem geeigneten Therapeuten, welcher osteopathische Behandlungen durchführen darf, als schwierig erweisen. Als Richtwert empfiehlt die Bundesarbeitsgemeinschaft Osteopathie e. V. einen Ausbildungsumfang von mindestens 1350 Unterrichtseinheiten. Eine Vorschrift ist dies allerdings nicht.

Jedoch können qualifizierte Therapeuten an ihrer Mitgliedschaft in den nachfolgenden Verbänden erkannt werden:

Bundesverband Osteopathie e.V (bvo)
Deutscher Verband für Osteopathische Medizin e.V. (DVOM)
Register der traditionellen Osteopathen in Deutschland (ROD)
Verband der Osteopathen Deutschland e.V. (VOD)
Die Deutsche Ärztegesellschaft für Osteopathie e.V. (DÄGO)
Osteopathen in Hamburg e.V.
Osteopathie Forum Hannover e.V.
Vereinigung Deutsch–Niederländischer Osteopathen e.V. (VDNO)
Deutsch-Amerikanische Akademie für Osteopathie e.V. (DAAO)
Deutsche Gesellschaft für Osteopathische Medizin e.V. (DGOM)
Berufsvereinigung für heilkundlich praktizierte Osteopathie (hpO)

Wenn Sie einen qualifizierten osteopathischen Therapeuten suchen, können Sie sich auch an die genannten Verbände wenden. Diese helfen bei der Suche nach einem gut qualifizierten Therapeuten für Ihre osteopathische Behanldung und beantworten Ihnen gerne Ihre Fragen. Geraten Sie an einen Therapeuten, welcher kein Mitglied in den Verbänden ist, können Sie ihn im Zweifelsfall auf seine Ausbildung, welche ihn zu einer Mitgliedschaft berechtigen würde, ansprechen.

Ablauf der Kostenerstattung

Ähnlich wie bei Privatpatienten verlaufen die Kostenerstattungen, indem die Rechnung voerst selbst getragen wird und im Anschluss an die Behandlung mit den passenden ärztlichen Bescheinigungen, welche original sein müssen, an die Kassen weitergegeben werden. Der erstattungsfähige Anteil des Rechnungsbetrages wird dann auf das von Ihnen angegebene Konto überwiesen.

(Autorin: Sabrina Schaffroth)

Hier ein Video, dass die ErklärungOsteopathie erklärt.

Wer einige Behandlungstechniken erfahren möchte, sollte hier schauen. 

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