Was sind Schleimlöser?

Die Fachleute bezeichnen Schleimlöser mit dem lateinischen Begriff Expektorans. Der zweite Teil des Wortes kommt von „pectus“ und heißt übersetzt „Brustkorb“. Vorangestellt wird die Silbe „ex“. Sie kennzeichnet die Lage außen. Durch diese beiden Wortbestandteile ist die Funktion eines Schleimlösers gut erkennbar.
Er fördert das aus dem Brustkorb heraus, was nicht dort hingehört. Im Falle einer Erkältung beispielsweise handelt es sich um Sekrete. Diese werden vom Immunsystem produziert und setzen sich im Brustkorb fest.

Es gibt mehrere Arten der Schleimlöser, die wie folgt unterteilt werden:

  • Sekretolytika
    Schleimlöser (Rainer Sturm, pixelio)

    Schleimlöser (Rainer Sturm, pixelio)
  • Mukolytika und
  • Sekretomotorika

Der Unterschied besteht in den Wirkungsprinzipien. Die erste Kategorie verflüssigt den Schleim, damit er sich leichter ablöst und abgehustet oder ausgeschnäuzt werden kann. Durch die Mykolytika wird die Schleimbildung gefördert. Dies ist notwendig, weil dadurch viele Erreger den Körper auf dem natürlichen Weg verlassen. Die letzte Gruppe transportiert den Schleim aus den Atmungsorganen und Bronchien. Stäbchenförmige Flimmerepithelien der Bronchialschleimhaut werden dazu aktiviert. Die Aufgabe dieser Bestandteile des menschlichen Immunsystems ist die ständige Säuberung der Atemwege. Reizungen von Sinneszellen im Bronchialbereich sind verantwortlich dafür, wenn Sie husten müssen.

Einnahme von Schleimlösern

Es wird empfohlen, dass Sie viel trinken, wenn Sie Schleimlöser einnehmen müssen – sogar mehr als die üblicherweise gültigen 1,5 Liter täglich. Häufig kombiniert Ihr Arzt Schleimlöser mit Medikamenten, welche die Schleimhäute abschwellen, was sehr sinnvoll und effektiv ist. Nehmen Sie jedoch keine Hustenstiller ein. Diese würden den Hustenreiz unterdrücken und die Wirkung der Hustenlöser (Sekretomotorika) vermindern. Bei gleichzeitiger Einnahme von Sekretolytika würde der Schleim nicht abtransportiert, sondern sich in den Atemwegen stauen.

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