Kopfschmerzarten – Untersuchungsmöglichkeiten und Behandlung

Mehr als 54 Millionen Deutsche leiden an Kopfweh, hiervon 65 bis 85 % an Spannungskopfschmerzen, dicht gefolgt von Migräne.

Bei Spannungskopfschmerzen handelt es sich meist um ziehende oder drückende Schmerzen auf beiden Seiten des Kopfes, die sich nicht verschlimmern und nur leicht beeinträchtigen; Lärm- oder Lichtempfindlichkeit sind möglich.
Primäre Kopfschmerzen, wie z. B. Migräne können stechend sei, durch Husten oder Anstrengung entstehen, durch Gebissfehlstellungen oder Kurzsichtigkeiten; sie können auch nachts auftreten. Manche Frauen beobachten auch einen Zusammenhang mit der monatlichen Regelblutung.

Trigeminoautonome Kopfschmerzen äußern sich durch Attacken mit Schmerzen im Augen- und Schläfenbereich, evtl. Tränenfluss, Schwellungen und Unruhe. Unter diese Kategorie fallen Clusterkopfschmerzen (einseitig, auf Auge konzentriert, dauert ½ bis 3 Stunden) sowie das SUNCT-Syndrom mit kurzzeitigen Schmerzen und Rötungen. Sehr unangenehm sind auch Trigeminus-Neuralgien, starke Nervenschmerzen des Nervus trigeminus, der über die Nasolabialfalte zieht (Nasen-Mund-Falte). Die Schmerzen ziehen vom Mundwinkel zur Nase und über die Wangen Richtung Ohr.


Untersuchungsmöglichkeiten bei Kopfschmerzen

Kopfweh richtig behandeln

Per Magnetresonanztomografie (MRT) oder Computertemografie (CT) ist eine umfassende Diagnose möglich; oftmals werden auch Rönten- oder Ultraschalluntersuchungen vorgenommen. Insbesondere Kinder mit häufigem Kopfweh sollten einem Arzt vorgestellt werden; Arzneimittel mit Acetylsalicylsäure sollten nicht an Kinder unter 14 Jahren verabreicht werden. Auch während der Schwangerschaft und Stillzeit sind Einschränkungen zu beachten. Als Schmerzmittel stehen ebenfalls Triptane, Ibuprofen, Paracetamol, Diclofenac u. a. zur Verfügung.

Vorbeugende Maßnahmen bei Migräne

Ärztlich eingesetzt werden u. a. Betablocker zum Senken den Blutdrucks. In erster Linie sollten jedoch Ausdauersport und Verhaltenstherapie (z. B. Biofeedback) vorgenommen werden. Britische Forscher fanden in diesem Zusammenhang übrigens etwas äußerst Interessantes heraus: Tests bewiesen, dass Fluchen und Schimpfen die Schmerzempfindlichkeit heruntersetzen!

 

Jenny Brix

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