Das richtige Prüfen der Lungenfunktion mit einem Peak-Flow-Meter

Mit dem Peak-Flow-Meter lässt sich selbständig die Lungenfunktion überprüfen. Dies ist wichtig für die Einschätzung des Therapieerfolges bei Asthma. Das handliche Gerät verfügt über ein Mundstück, in das kräftig ausgeatmet wird.

Wie das Gerät richtig angewendet wird, lernen Betroffene in einer Asthma-Schulung. Die Werte werden ins Tagebuch eingetragen. Durch die regelmäßige Kontrolle können Patient sowie Arzt die Entwicklung der Erkrankung gut überblicken und erkennen schnell, wenn sich das Asthma akut verschlechtert. COPD-Patienten müssen beachten, dass ihre Peak-Flow-Werte meist weniger stark schwanken.

Die richtige Messung

1. Aufrecht hinstellen
2. Zeiger des Gerätes bis zum Anschlag nach unten (Null) schieben
3. So tief wie möglich einatmen
4. Mundstück des Gerätes fest mit Lippen umschließen
5. Kurz und kräftig ins Gerät pusten mit einem Atemstoß
Dort, wo der Zeiger stehen bleibt, befindet sich der korrekte Peak-Flow-Wert. Dieser Wert kommt ins Tagebuch und der Zeiger wird zurück zum Anschlag (Null) geschoben. Der Messvorgang sollte zur Sicherheit noch zweimal wiederholt werden. Bei Bedarf kann zwischen den einzelnen Versuchen eine Pause eingelegt werden. Alle drei Werte werden ins Asthma-Tagebuch eingetragen:
1. Eintrag von Datum und Uhrzeit
2. Eintrag von Messergebnis
3. Ankreuzen des Schweregrades der Symptome
4. Ankreuzen der Schlafqualität
5. Eintrag des Namens des Bedarfsmedikaments sowie tägliche Hub-Anzahl

Die Messung der Peak-Flow-Werte sollte regelmäßig erfolgen – möglichst immer zur gleichen Tageszeit. Mithilfe des Ampelschemas der Deutschen Atemwegsliga e. V. kann das gemessene Ausatmungsvolumen eingeordnet werden. Anhand der Farbe lässt sich leicht und schnell erkennen, welche Schritte gegebenenfalls eingeleitet werden müssen.

Hier ein Video zur richtigen Peak Flow Messung.

Wie funktioniert das Ampelschema?

Ampelschema
Ampelschema

Die Farbe Grün bedeutet eine gute Einstellung des Asthma. Die tägliche Dauermedikation sorgt für eine Reduktion der asthmabedingten Beschwerden auf ein Mindestmaß. Die alltäglichen Belastungen werden gut bewältigt. Nachts wachen Betroffene überhaupt nicht auf oder nur sehr selten, weil sie eine Atemnot plagt. Von den Bedarfsmedikamenten werden wenige benötigt.

Die Farbe Gelb zeigt an, dass sich die Entzündung und Verkrampfung der Bronchien verstärkt haben. Atemgeräusche, Husten und zunehmende Atemnot plagen Betroffene. Nachts nehmen die Beschwerden zu und es wird häufiger krampflösendes Spray benötigt, dessen Wirkung nachzulassen scheint. Die tägliche Dauermedikation ist nicht mehr ausreichend, Medikamente werden zeitweise dem schlechteren Zustand angepasst.

Ziel: Grünen Bereich des Peak-Flow-Wertes wieder erreichen – dazu Arzttermin für die nächsten Tage vereinbaren und Werte viermal täglich messen!

Erreicht der Peak-Flow-Wert den roten Bereich, dann sind die Atemwege instabil und stark verengt. Auch wenn ein Asthmaanfall droht, sollten Betroffene versuchen, Ruhe zu bewahren. Atemtechnische Hilfestellungen (Lippenbremse, Kutschersitz usw.) anwenden und umgehend Notfallmedikamente einnehmen.

Gefährlichen Asthmaanfall erkennen

(weitere Beschwerden siehe Tabelle)

1. In Ruhe oder beim Sprechen ständige Atemnot
2. Atemnot, die seit Tagen spürbar war, nimmt plötzlich stark zu
3. Husten, der sich nicht beherrschen lässt
4. Zunehmendes Enge-Gefühl

Steigt der Peak-Flow-Wert nicht spätestens nach 20 Minuten um wenigstens 40 bis 50 Einheiten, dann muss der Notarzt – 112 – gerufen werden!

Außerdem ist es notwendig, spätestens am nächsten Tag den behandelnden Arzt aufzusuchen, auch wenn sich der Zustand gebessert hat.

Weitere nützliche Helfer

Um herauszufinden, was zu tun ist, wird der gemessene Peak-Flow-Wert gemeinsam mit dem persönlichen Bestwert in den Peak-Flow-Rechner auf dieser Seite eingetragen.

Weiterhin gibt es eine Asthmahelfer-App, die mit Handys der Betriebssysteme iOS oder Android funktioniert. Diese App erleichtert die Eigenkontrolle auch unterwegs und ist ein unverzichtbarer täglicher Begleiter. Dadurch haben Asthma-Betroffene ihre Peak-Flow-Werte (Lungenfunktionswerte) sowie ihre Beschwerden stets im Blick.

Medikamente können je nach Situation eingesetzt werden, eingetragene Werte lassen sich verschicken. Patienten können sich auch mithilfe der praktischen Erinnerungsfunktion an die tägliche Medikamenteneinnahme erinnern lassen, um sie nicht zu vergessen. Weitere sinnvolle Funktionen sind die Pollenflugvorhersage anhand von Ort und Postleitzahl sowie ein anschauliches, kurzes Informationsvideo rund um das Thema Asthma.

Zu finden ist die Asthmahelfer-App entweder im Play Store für Android-Handys bzw. im App Store (iOS) zum Download oder einfach den QR Code hier einscannen:

Für alle Nutzer von Android Handys hier der QR Code für den Playstore:

playstore

Hier finden Sie den QR Code für Apple – Betriebssystem iOS:

QR-Code für Apple (iOS-Betriebssystem)
QR-Code für Apple (iOS-Betriebssystem)

Welche Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie es bei Asthma gibt, finden Sie hier.

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