Hausmittel bei Erkältung statt chemischer Keule

Junge Frau mit einem Krankenschein-Husten (Benjamin Thorn, pixelio)
Junge Frau mit einem Krankenschein-Husten (Benjamin Thorn, pixelio)

Was unterscheidet die herkömmliche Erkältung von einer Grippe? Wenn es vorn oder hinten sticht, was ist dann Lungenentzündung, Bronchitis, „nur“ eine Verspannung oder gar ein Herzinfarkt? Oder kommt der Schnupfen gar nicht von einer Erkältung, ist möglicherweise allergisch? Laien sind hier oft ratlos. Damit der Hausarzt die Symptome voneinander abgrenzen kann, sollte man keine Medikamente nehmen, welche diese beseitigen.

Tritt der Husten zumeist nachts auf, haben Sie einen stark schleimigen Auswurf? Möglich sind hier eine Erkältung ebenso wie eine Lungenentzündung oder auch eine Bronchitis. Hausmittel bei Erkältung sind auf jeden Fall fehl am Platze, wenn Ihnen schwindlig wird, Ihr Puls und ihre Atmung rasen. Besser ist hier der Besuch beim Arzt. Genauso gehört Schüttelfrost, resultierend aus hohem Fieber, in Behandlung.

Die Erkältung oder einen leichten grippalen Infekt, lindern Sie mit viel Schlaf. Die Infektion braucht drei Tage, um ihren Höhepunkt zu erreichen, bleibt drei Tage und klingt dann für den gleichen Zeitraum wieder ab. Trinken Sie zur Unterstützung einen Erkältungstee mit Salbei oder Ingwer.

Salbeitee selbst machen:

Video von Heike Funke

 

Sorgen Sie dafür, dass genügend feuchte Raumluft vorhanden ist, z. B. durch ein feuchtes Tuch, das im Raum aufgehängt wird. Dies erleichtert die Atmung. Stellen Sie das Kopfteil Ihres Bettes hoch, wenn Ihnen das angenehm ist, auch diese Maßnahme sorgt dafür, dass die Nase nicht so schnell verstopft. Eventuell können Sie auch bei nicht gänzlich verstopfter Nase eine Inhalation probieren.

In den ersten drei Tagen verschlimmern sich die Erkältungssymptome. Zumeist haben Sie Schnupfen, Husten, einen Kratzhals. Kommen dazu noch dumpfe Kopfschmerzen und manchmal Gliederschmerzen, fühlen Sie sich müde und abgeschlagen, dann ist eine Erkältung/grippaler Infekt im Anmarsch. Bei einem grippalen Infekt bekommen Sie meist zusätzlich etwas Fieber – ein Zeichen, dass die Immunabwehr arbeitet.

Husten, Schnupfen, Bronchitis und Lungenentzündung

Schnupfen wird durch eine Art der über hundert verschiedenen Rhinoviren ausgelöst, welche durch einen einfachen Händedruck, über die Türklinke oder das Treppengeländer übertragen wird. Überall, wo Menschen mit Schnupfen unterwegs sind, reichen sie diesen auch weiter. Auch der Husten wird durch eine so genannte Tröpfcheninfektion an den Nächsten weitergeben.

Ein Schnupfen kann sich zur Nebenhöhlenentzündung ausweiten. Das merken Sie, wenn Sie sich nach vorn beugen und einen dumpfen Schmerz bzw. Druck oberhalb der Nase oder unter den Augen spüren.

Es kann aber auch sein, dass die Bronchien und die Lungen beginnen zu schmerzen. Bronchitis sticht gewöhnlich stark in der Brust, Lungenentzündung tut beim Luftholen im oberen Rücken weh. Meist kommt Fieber hinzu. Besonders vorsichtig sollten Sie mit einer so genannten „kalten“ Lungenentzündung sein, die deshalb so heißt, weil sie nicht mit Fieber einher geht. In allen diesen Fällen ist ein Arztbesuch dringend zu empfehlen. Eine verschleppte Lungenentzündung kann sich sogar verkapseln und Ihre Lungen dauerhaft schädigen.

Autorin: Heike Stopp

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